

Von Jérôme Umminger
Bildungsendstation Hauptschule? Keineswegs. Mit den Weiterbildungsangeboten der IHK Heilbronn-Franken und ihrer Tochtergesellschaft, dem Zentrum für Weiterbildung, stehen Lernwilligen so gut wie alle Möglichkeiten offen – bis hin zum Universitätsabschluss. So hat sich auch Andreas Hesse vom Realschulabschluss bis zum Master of Science hochgearbeitet. Doch im Handumdrehen geht das nun auch wieder nicht.
Kooperation mit Krems
In Kooperation mit der Donau-Universität Krems in Österreich bietet die IHK Heilbronn-Franken dieses Angebot seit 2008 an. Egal, ob nun Haupt- oder Realschulabschluss, nach einer Berufsausbildung bieten sich den Fachkräften noch zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Entscheiden sie sich für den ”Geprüften Betriebswirt“, ”Geprüften Technischen Betriebswirt“ oder ”Geprüften IT-Professional“, können sie nach erfolgreicher Bewerbung im Blockunterricht den Master of Science (M.Sc.) erwerben.
Steiniger Weg
”Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“, heißt es in einem Lied von Xavier Naidoo. Und wenn es um die Weiterbildungsmöglichkeit zum Masterabschluss geht, kann Hesse diese Aussage nur unterschreiben. Trotzdem würde er sich wieder dafür entscheiden. Auch wenn die Weiterbildung mit vielen Entbehrungen verbunden war. ”Man muss eben wissen, was da auf einen zukommt und davon auch überzeugt sein“, erklärt er. ”Dann ist es auch machbar.“ Nach dem Realschulabschluss führte der Weg des gebürtigen Hannoveraners zunächst in eine Lehre zum Kfz-Mechaniker. ”Das war zwar ganz schön, aber den ganzen Tag an Autos rumschrauben war nicht das, was ich mir für den Rest meines beruflichen Lebens vorgestellt habe.“ Zunächst kam er dann in einem Vertriebszentrum von VW und Audi in Hannover unter.
Neue Herausforderung
Sein beruflicher Werdegang führte ihn schließlich zu Audi nach Neckarsulm. Parallel absolvierte er den Industriemeister Metall. Doch mit dem Industriemeister in der Tasche wollte er sich nicht zufrieden geben. Also suchte er mit Anfang 30 eine weitere Herausforderung und fand sie im Technischen Betriebswirt. Denn er wollte noch einiges mehr aus dem kaufmännischen Bereich erfahren und sich beruflich verbessern.
Vom Arbeitgeber unterstützt
Neben seiner Arbeit bei Audi besuchte er zweieinhalb Jahre lang die Abendkurse bei der IHK in Heilbronn. Sein Arbeitgeber zeigte sich großzügig und gewährte ihm flexiblere Arbeitszeiten. So konnte er Fehlstunden beispielsweise an Samstagen nacharbeiten. Nach einem beruflichen Auslandsaufenthalt hörte er schließlich davon, dass verschiedene IHKs in Kooperation mit der Donau-Universität Krems in Österreich die Weiterbildung zum Master of Science anbieten. Darunter seit 2008 auch die IHK Heilbronn-Franken. Auch das Studium erfolgte im Blockunterricht. Zum Teil in Heilbronn, zum Teil in Krems. Durch die extreme Dichte des Stoffs bezeichnet Hesse die Ansprüche als sehr hoch.
Studium lohnt sich
”Aber man kann auch dies trotz der Doppelbelastung schaffen“, sagt Hesse. Trotz der zahlreichen Abstriche, die er während dem Studium vor allem im Privatleben machen musste, empfiehlt er das Studienangebot weiter. ”Denn es wird durch den erfolgreichen Abschluss und die persönliche Bereicherung belohnt“, weiß er. Heute ist Andreas Hesse in der Qualitätssicherung des Vorserien-Centers bei Audi in Neckarsulm tätig. Dort ist er an der Entwicklung der neuen A6-Modelle beteiligt.
Bild: Audi AG
Hinweis: Die vorliegenden Informationen wurden mit der gebotenen Sorgfalt recherchiert und erarbeitet. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken
Postanschrift: Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken, IHK | Postfach 2209 | 74012 Heilbronn | Büroanschrift: Ferdinand-Braun-Str. 20 | 74074 Heilbronn
Tel. 07131 9677-0 | Fax 07131 9677-199 | E-Mail: info@heilbronn.ihk.de | Internet: www.heilbronn.ihk.de



















