IHK + Region
IHK + Region
Wichtiger Grundstein für zukünftige Entwicklung
[WMW002763]
MESSGRÖSSE – der Zukunftsindex Heilbronn-Franken.

Von Peter Schweiker

Mit dem Ziel, sich langfristig als wettbewerbsfähige und attraktive Region für Unternehmen, Fachkräfte und Talente behaupten zu können, legte die Region Heilbronn- Franken mit dem Pakt Zukunft einen wichtigen Grundstein zur Beförderung der regionalen Entwicklung. In den letzten zehn Jahren wurden zahlreiche Projekte in den verschiedenen Handlungsfeldern durchgeführt. Aufgrund der Vielfalt der durchgeführten Projekte ist es sinnvoll, die Standortstärke und den Entwicklungsfortschritt der Region Heilbronn-Franken regel - mäßig zu überprüfen.

Ziele des Zukunftsindex
Hierzu hat die Prognos AG für die Region Heilbronn-Franken ein Monitoring- Instrument unter dem Namen Zukunftsindex Heilbronn- Franken entwickelt. Dieser zeigt auf, wie sich die Region seit dem Jahr 2002 entwickelt hat. Im Fokus des Zukunftsindex steht die Bewertung des Entwicklungsfortschrittes der Region Heilbronn-Franken im Vergleich zu Baden-Württemberg. Formuliertes Ziel der Region Heilbronn- Franken ist es dabei, in allen Kennzifferbereichen stärker als Baden-Württemberg zu sein bzw. sich positiver als das Land zu entwickeln. Diese Messgröße ermöglicht der Region Heilbronn-Franken, in regelmäßigen Abständen bereits Erreichtes sowie noch bestehende Defizite aufzuzeigen. Zusätzlich zum Vergleich der Region Heilbronn- Franken mit dem Land Baden-Württemberg als Referenzgröße umfasst der Zukunftsindex ein Benchmark mit Deutschland und wichtigen angrenzenden Regionen, mit denen man nicht zuletzt um die Talente im Wettbewerb steht. Hierzu gehören die Metropolregion Rhein-Neckar, die Metropolregion Nürnberg und die Region Stuttgart. Aufgrund der räumlichen Nähe und der hohen Wirtschaftskraft dieser Regionen sind dies Partner und zugleich Wettbewerber im überregionalen Standortwettbewerb Heilbronn-Frankens.

Zentrale Ergebnisse des Zukunftsindex im Zeitraum 2002-2010
Mit der Einführung des Zukunftsindex wurden Indexberechnungen zu den Zeitpunkten 2002, 2005 und 2010 vorgenommen. Die Ergebnisse des Zukunftsindex zeigen, dass die Region Heilbronn-Franken in allen drei Betrachtungszeiträumen mit Gesamtindexwerten zwischen 92,6 und 96,7 unterhalb des Referenzwertes von Baden-Württemberg (100) lag. Nach einer sehr guten Entwicklung im Zeitraum 2002-2005 vergrößerte sich der Abstand der Region Heilbronn-Franken im Zeit - raum 2005 bis 2010 zu Baden-Württemberg. Der Gesamtindexwert 2010 der Region Heilbronn-Franken liegt bei 93,9.

Differenziertes Bild
Hinsichtlich der einzelnen Themenfelder zeigt sich ein differenziertes Bild der regionalen Entwicklung, das sowohl positive Veränderung als auch bestehende Defizite abbildet. Am stärksten präsentiert sich die Region Heilbronn-Franken in ihrer Wirtschaftskraft. Hier erreicht Heilbronn-Franken das Niveau von Baden-Württemberg. Vor allem die starke industrielle Basis und die hohe Präsenz der Unternehmen auf den Weltmärkten sorgen für eine positive Wirtschaftsentwicklung. Von diesem Wirtschaftswachstum profitiert die Region auch durch eine zunehmende Erwerbstätigkeit. So konnte die Region Heilbronn- Franken im Bereich Arbeitsmarkt ihren Rückstand seit 2002 deutlich verringern. Dies drückt sich zum Beispiel in einer sinkenden Arbeitslosenquote und einer steigenden Ausbildungsplatzdichte aus.

Herausforderung
Verstärkt durch die sehr hohe Nachfrage nach Arbeitskräften steht die Region Heilbronn-Franken vor der Herausforderung, die Verfügbarkeit von Fachkräften und Talenten zu verbessern. Gerade in diesem Bereich liegt die Region Heilbronn- Franken trotz positiver Entwicklungen (Ausbau Studienangebot, Erhöhung der Akademiker- und Ingenieursquote) noch deutlich hinter dem Landesniveau zurück. Nicht nur schließen weniger Jugendliche in der Region die Schule mit der Hochschulreife ab, aufgrund des noch vergleichsweise geringen Studienangebotes vor Ort wandert insbesondere die Gruppe der 18- bis 25-Jährigen verstärkt aus der Region ab. Der Nachholbedarf im Bereich von Fachkräften und Talenten hat auch einen Effekt auf die Innovationsleistung der Region. Nachteilig wirken sich auch schwächere Gründungsintensitäten in den technologieintensiven Industrie- und Dienstleistungsbereichen aus, die im Grundsatz zur Erneuerung der wirtschaftlichen Basis beitragen und Wachstumsprozesse generieren können.

Defizite in der Infrastruktur
Auch die Infrastrukturausstattung der Region Heilbronn-Franken liegt trotz eines geringfügigen Abbaus bestehender Defizite seit dem Jahre 2002 konstant unter dem Referenzwert Baden-Württembergs. Handlungsbedarf besteht vor allem im Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Darüber hinaus bestehen besonders in den ländlich geprägten Bereichen der Region Ausbaubedarfe bezüglich der flächendeckenden Breitbandverfügbarkeit. Auch im Bereich Lebensund Arbeitsumfeld wird der Referenzwert von Baden-Württemberg nicht erreicht. Auch vergrößert sich der Abstand der Region Heilbronn- Franken zum Landesniveau. Hauptursache für diesen Trend sind die seit 2005 rückläufigen Einwohnerzahlen als Resultat der zunehmenden Wanderungsverluste sowie die weiterhin bestehenden Verbesserungsbedarfe im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Insgesamt lässt sich durch den Zukunftsindex feststellen, dass die Region Heilbronn-Franken im Vergleich zu Baden-Württemberg als auch zu den Benchmarkregionen harte Mitbewerber im Standortwettbewerb um Bürger, Talente und Unternehmen in direkter Nachbarschaft hat. Während die Region in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung bereits mit Baden-Württemberg gleichzieht, bedarf es beispielsweise im Bereich von Fachkräften und Talenten noch vielfältiger und langfristiger Maßnahmen, um die Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern. Gleichzeitig wird deutlich, dass bestehende Defizite durch eine gezielte Förderung der Handlungsfelder ”Fachkräfte & Talente“, ”Innovationsleistung/-fähigkeit“, ”Infrastruktur/ Verkehr/Mobilität“ und ”Lebens-/Arbeitsumfeld“ erfolgreich abgebaut werden können.

Grafik: Prognos AG

Ihr Ansprechpartner

Peter Schweiker

Geschäftsführer / Leiter Standortpolitik

Tel.: 07131 9677-300

Fax: 07131 9677-88-300

peter.schweiker@heilbronn.ihk.de

Hinweis: Die vorliegenden Informationen wurden mit der gebotenen Sorgfalt recherchiert und erarbeitet. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Inhalte können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.

Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken
Postanschrift: Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken, IHK | Postfach 2209 | 74012 Heilbronn | Büroanschrift: Ferdinand-Braun-Str. 20 | 74074 Heilbronn
Tel. 07131 9677-0 | Fax 07131 9677-199 | E-Mail: info@heilbronn.ihk.de | Internet: www.heilbronn.ihk.de

Blätterkatalog
Die Online-Reader-Ausgabe
PDF-Dokument
Die w.news als PDF-Datei
Ausgabe 05/2013
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 04/2013
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 03/2013
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 02/2013
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 01/2013
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 12/2012
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 11/2012
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 10/2012
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 09/2012
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 07/08/2012
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 06/2012
Blätterkatalog

PDF-Dokument
Ausgabe 05/2012
Blätterkatalog

PDF-Dokument